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Warum interessieren uns Myonen?

Die Forschung mit Myonen ist bei weitem noch nicht abgeschlossen. Es gibt verschiedenste Experimente, die derzeit Myonen untersuchen.

Am 22. September 2017 konnte vom IceCube ein Energieeintrag gemessen werden, der von einem Neutrino herrührte, das mit einer Energie von 290 TeV aus der Richtung des flackernden γ-Blazar TXS 0506+056 in den Detektor eindrang. Das Neutrino hatte somit eine 40 mal größere Energie als die Protonen im LHC am CERN, dem größten Beschleuniger der Welt. Damit ist zum ersten Mal eine wahrscheinliche Quelle für höchstenergetische kosmische Strahlung identifiziert worden. TXS 0506+056 ist 5,7 Milliarden Lichtjahre von uns entfernt. Daher ist es nicht möglich, exakt zu sagen, ob der Blazar die Quelle ist oder nicht, da auf diese Entfernung der Fehler sehr groß wird.


Wie man in der Abbildung sehen kann, lässt sich die Bewegungsrichtung des Neutrinos aus der des Myons schließen, damit ist die Bedeutung der Myonenbeobachtung für die Untersuchung der kosmischen Strahlung deutlich.

 

IceCube ist eine dreidimensionale Vervielfältigung des auf dieser Seite verwendeten Versuchsaufbaus, dadurch ist nachvollziehbar, welcher Weg vom Myon zurückgelegt wird. Zusammen mit verschiedenen Observatorien konnte aus dem Eintrittswinkel der Ursprung des Neutrinos bestimmt werden. Hierbei ist es wichtig, dass die Neutrinos nicht geladen sind und deshalb nur von der schwachen Wechselwirkung beeinflusst werden und so das Universum durchqueren können ohne abgelenkt zu werden.

Der einschlägige Artikel vom 12.07.2018  ist auf Science Magazins zu finden.

Siehe dazu auch das Video von Harald Lesch und Andreas Müller unter Medien.

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